Sprint 6V

Der Alfasud Sprint 6V entstand aus den Überlegungen der Alfa-Techniker ein Rennfahrzeug zu bauen, dass in der von der FIA neu geschaffenen Gruppe B antreten sollte. Potentielle Konkurrenten wären der Peugeot 205 Turbo 16, der Renault 5 Turbo oder auch der Ferrari 288 GTO bzw. der Porsche 959 gewesen.
Sprint 6V
Um das Fahrzeug für die Gruppe B zu homologieren, sah das Reglement die Produktion von mindestens 200 Serienfahrzeugen vor. 1983, als die Idee zu mehreren Prototypen gereift war, setzten die Alfa-Verantwortlichen leider den Rotstift an. Man glaubte zwar die 200 Serienautos absetzen zu können, doch das arg angegriffene Image der Marke sowie die schlechte finanzielle Situation des Staatskonzerns Alfa Romeo verhinderten die Durchführung.
Technisch unterschied sich der Sprint 6V erheblich von seinen Serienbrüdern. Sprint 6VAnstelle des Boxermotors vor der Vorderachse fand hier der 2.5 V6 aus der GTV 6 2.5 Verwendung. Allerdings nicht unter der Fronthaube, sondern als Mittelmotor hinter Fahrer und Beifahrer. Damit die Passagiere nicht allzu sehr von den Klängen des V6 gestört wurden, trennte man den neuen Motorraum mit einer Glasscheibe hinter den Passagieren vom Fahrgastraum ab. Anstelle der Heckscheibe wurde eine schwarze oder rote Jalousie eingebaut, die die Motorhitze abführen sollte. Zusätzlich sind im Heckspoiler (ähnlich wie beim Porsche 911) zusätzlich Lufteinlässe integriert.
Der Fahrer kam in den Genuss einer echten Luxusausstattung. Ledersportsitze, ein MOMO- Lederlenkrad, eine neugestaltete, mit Leder bezogene, Mittelkonsole und die roten Teppiche hoben den 6V von seinen Boxer-Kollegen ab. Es fand sich sogar noch Platz für elektrische Fensterheber. Rot hinterlegte Instrumente verstärkten den sportlichen Eindruck zusätzlich. Von außen konnte man den Sprint 6V durch Kotflügelverbreiterungen, dreiteilige Leichtmetallfelgen, einen größeren Heck- und Frontspoiler, in Wagenfarbe lackierten Stoßstangen, kleineren Außenspiegeln und der eben schon beschriebenen Jalousie erkennen. Eine genaue Angabe über die Zahl der übrigens bei Zagato produzierten Prototypen des Sprint 6V ist dem Autor nicht bekannt. Im

Sprint 6V Cockpit Der Innenraum

Museo Storico befindet sich noch ein zweites Exemplar, dass aber wesentlich spartanischer ausgestattet ist. Es verfügt außerdem über eine geänderte Auspuffanlage mit zwei Einzelrohren, einen anderen Heckspoiler, eine anders aufgeteilte Jalousie in rot und andere Felgen.

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Letztes Update: 30. September 2009      Created: 14. Mai 2000

© Text und Layout by Tim Rauen