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35 Jahre Alfasud - warum das Konzept heute noch modern
ist Von Peter Dyrelund
Im Jahr 2006 feierten die Alfasud Fans den 35.
Geburtstag des Alfasud. Er wurde im November 1971 auf dem Turiner Salon
vorgestellt. Vor 30 Jahren erblickte der Alfasud Sprint das Licht der Welt
(September 1976). Aus technologischer Sicht war der Alfasud ein riesiger Schritt vorwärts. Das bedeutet,
dass er selbst nach 30 Jahren eines der besten Fahrer-Autos ist, das man
für Geld kaufen kann. Den Vergleich zu modernen Autos der gleichen
Größe und Klasse (bei gleicher Reifengröße) braucht
der Alfasud nicht zu scheuen. Keiner der aktuellen Fahrzeuge kann ihm bei
seinem fantastischen Kurvenhandling das Wasser reichen.
Wer sich heute andere Fahrzeuge der unteren Mittelklasse (die der Alfasud
begründete) aus dem Jahr 1971, anschaut,
wird feststellen, dass seine ehemaligen Konkurrenten im Vergleich zu ihm
sehr alt aussehen. Natürlich muss man dem Alfasud
ein großes Problem eingestehen. Der Rost. Auch einige der verwendeten
Komponenten und Teile waren einfach unterdimensioniert und brachen sogar
ab. Doch die gesamte Mechanik und der Motor
waren und sind kugelsicher und der Fahrspaß ist immens. Jedes
Unternehmen, dass in den siebziger Jahren ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse
auf den Markt bringen wollte, hatte in seiner Test-Flotte auch einen Alfasud
zum Vergleich. Im folgenden Abschnitt werden einmal alle
modernen Merkmale des Alfasud aufgezählt. Ein Ford Escort von 1971
hatte nicht ein einziges dieser Merkmale!
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Frontantrieb,
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Boxer Motor mit großer Bohrung und kleinem
Hub, sehr drehwillig, geräusch- und vibrationsarm, niedrig liegender
Schwerpunkt,
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eine obenliegende Nockenwelle pro Bank, die über
jeweils einen Zahnriemen gesteuert wird,
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leicht einzustellende Ventile durch einen genialen,
von Alfa Romeo patentierten Mechanismus,
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thermostatisch gesteuerter elektrischer Kühler-Lüfter,
der Treibstoff spart, das Fahrzeug leiser macht und keine Motorleistung "frisst",
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große, vorne innenliegende Scheibenbremsen,
die die ungefederten Massen an der Vorderachse reduzieren,
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Scheibenbremsen auch an der Hinterachse (damals
nur bei großem, sehr teuren Autos zu finden),
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auf die Vorderräder wirkende Handbremse,
die im Notfall eine bessere Leistung (Notbremse) als ein gewöhnliche
auf die Hinterachse wirkende Handbremse bringt, und das Fahrzeug dann nicht
ausbrechen lässt,
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Zweikreisbremssystem, beide Bremskreise
wirken auf die Vorderachse (damals nur bei Volvo und Rolls-Royce zu haben),
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Bremskraftregler an der Hinterachse,
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benutzerfreundlicher Motorraum mit auf dem
Motor positionierter Lichtmaschine und Anlasser,
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höhenverstellbares Lenkrad,
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höhen- und neigungsverstellbare Vordersitze
(mit Unterlegscheiben),
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sehr effizient ausgenutzter Raum: auf einer Länge
von 3,9 m ist genug Platz für vier 1,90 m große Erwachsene und
deren Gepäck,
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Heizung mit Warm- und Kaltluft Mischer,
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alle wichtigen Funktionen und Schalter sind in
zwei Lenkstockhebeln zusammengefasst,
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geringer Luftwiderstand: cw 0,40 für die
Berlina, cw 0,39 für die Ti Modelle mit Spoiler,
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geringer Innengeräuschpegel durch ein doppeltes
Schott zwischen Motorraum und Fahrgastzelle,
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eines der ersten oder sogar das erste Auto mit
unter der Rückbank angebrachtem Tank, der Raum spart und die Sicherheit
beim Heckaufprall erhöht da der Tank nicht mehr in der Knautschzone liegt,
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leichte, starre Hinterachse mit Watt-Parallelogrammen
und integrierter Stabilisatorfunktion,
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Vorderachse: Mc Pherson Federbeine mit sehr starker
Schubstrebe (wo andere Autos die Räder über
den Stabilisator abstützen), negativer Sturz an den Vorderrädern.
Resultat: sehr präzises Handling,
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eines der ersten Autos mit Niederquerschnittsreifen
(Dimension 165 / 70 13),
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besonders gute Straßenlage auf Grund des
niedrigen Schwerpunkts und der präzisen Radführung,
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serienmäßiges Fünfganggetriebe
(außer in der Basisversion).
Das britische Automagazin CAR wählte den
Alfasud deswegen zum "Car of the seventies", dem Auto der siebziger Jahre.
Letztes Update: 22. Januar 2006
Created: 22. März 2001
© Layout und Übersetzung aus dem Englischen
by Tim Rauen. Text by Peter Dyrelund. |