Dänemarks schnellster Alfasud
By Peter Dyrelund
Dieser orange Alfasud Ti ist der Schnellste in der dänischen Alfa
Romeo Club Race Meisterschaft. Er ist von Grund neu aufgebaut von einer Person, die sowohl
Autolackierer
als auch Karosseriebauer ist. Sein Auto ist damit ein Musterbeispiel für
gute Arbeit. Die Basis ist ein Alfasud 1.5 Ti QV von 1983. Die Rohkarosse wurde sandgestrahlt
und entrostet. Viel musste man dem Rostteufel nicht entreißen. An den
bekannt schwachen Stellen wurde die Karosse anschließend verstärkt. Nach einer Kunstharzbeschichtung wurde er lackiert. Das Fahrwerk stammt von einem Alfa 33 16V. Als Stabilisator wurde
vorne ein Exemplar aus einem
Alfasud Serie 1 mit einigen Zwischenstücken so montiert, dass
er unter den 16V Motor- und Fahrwerkträger passt. Hinten wurde ein
Stabilisator, der vom dänischen Alfaclub angefertigt wurde, verwendet. Bei den Stossdämpfern fiel die
Wahl auf gelbe Konis. Die Federn
an der Vorderachse spendete ein Mercedes. Für der Hinterachse musste
ein Volvo seine Federn lassen. Die Fahrwerks-Buchsen sind entweder aus Nylon oder man verwendete Metall
Kugelgelenke (Uni-ball). Der Lenkung wurde mit einer direkteren Zahnstange
von Tarox zu mehr Präzision verholfen. Der 1.5 Liter Motor mit serienmäßigen 105 PS musste dem stärksten
Boxer von Alfa Romeo, dem 1.7 16V aus der Nuova 33 weichen. Dieses 132 PS-Aggregat wurde weiter verbessert.
Die Kurbelwelle wurde feingewuchtet und die Schwungscheibe erleichtert.
Die Seriennockenwellen tauschte man gegen Rennnockenwellen von Colombo
& Bariani. Anstelle von hydraulischen Ventilstößeln kommen mechanische
zum Einsatz. Für einen besseren Gaswechsel sorgt ein Iresa cross-over
Krümmer und eine selbst gefertigte 2,5" Auspuffanlage. Die Gemischaufbereitung (Benzineinspritzung) erfolgt mit einem EFI Computer-Motormanagement-System
Typ Euro 1. Um den Drehmomentverlauf individuell verändern zu können,
wurde ein spezieller Lufteinlasskasten für jede Vergaser-Batterie angefertigt. 9 Sätze
unterschiedlich langer Einlasstrichter stehen zur Verfügung. Abhängig
von den Einlasstrichtern entstehen so bis zu 175 PS. Früher war der Motor mit Vergasern und 90 mm Kolben versehen. So
vergrößerte sich der Hubraum auf 1832 cm³. Nachdem ein
Kolben zerstört wurde und Ersatz nicht zu bekommen war, laufen nun
die Serienkolben in den Brennräumen. Der Wasserkühler musste seinen angestammten Platz hinter dem Kühlergrill
für einen großen Ölkühler räumen und ist nun hinten montiert. Zwei elektrische Lüfter
sorgen beim Wasserkühler für genug Luftdurchsatz und damit Kühlung. Der Motor hat ein elektrische Wasserpumpe,
die das Kühlwasser vom Motor über isolierte Leitungen in den hinteren Teil des
Wagens zum Kühler fördert. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 33 16V Getriebe mit
kürzerer Übersetzung und eine Sintermetall-Kupplung. Ein Quaife
Torsen Antischlupf-Differential sorgt für verbesserte Traktion. Der Über-Sud steht auf Rädern der Dimension 8x13" mit Slicks
oder Avon ACB10 semi- race Reifen. Der Frontspoiler und die Kotflügelverbreiterungen
sind Kopien des
Trofeo Alfasud Kits von Autodelta. Der Frontspoiler ist allerdings 3 cm
tiefer. Die Motorhaube ist aus Aluminium und die Fenster sind aus Polykarbonat. Natürlich nimmt der Pilot auf einem Sparco Sitz platz und sichert
sich mit Gurten der gleichen Marke. Auch das Lenkrad und der Käfig stammen aus dem Sparco-Regal.
Das Auspuffendrohr wurde übrigens mit Absicht nach links gebogen:
Bei den Club Rennen des Alfaclubs in Dänemark dürfen die Fahrzeuge
nicht lauter als 95 dB(A) sein. Die Lautstärke wird immer am Start/Ziel
Haus auf der rechten Seite der Strecke gemessen. Weil das Auspuffendrohr
den Schall aber nach links ableitet, wird das Ergebnis der Messung damit
nach unten "korrigiert". Aus dem selben Grund werden die speziellen
Luftfilterkästen verwendet.
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Letztes Update: 23. Februar 2004
Created: 10. Dezember 2001
© Text und Fotos by Peter Dyrelund. Layout by Tim Rauen. |