|
Marcs
Alfasud Ti 1.5 QV Der auf
dieser Seite zu sehende Alfasud Ti 1.5 QV ist der Traum wahrscheinlich jeden Alfasud
Fans und Sammlers. Er wurde 1984 als Neuwagen bei Yorke Motors Alfa Romeo in
Adelaide in Australien

ausgeliefert. Alfa Romeo Australia
importierte nur 250 Stück des Alfasud Ti QV nach Down Under. Der hier gezeigte
war einer der letztverkauften. Er wurde von einem älteren italienischen
Einwanderer gekauft und unter der Nummer UBF 006 zugelassen. Im Jahr 1984 hatte
man in Australien mindestens $13,990 Australische Dollars
(plus
Gebühren und Auslieferungskosten) auf den Tisch des Händlers zu legen. Der
Italiener besaß das Auto für 17 Jahre. Er wartete und pflegte den Ti selber und
führte in einem kleinen Notizbuch fein säuberlich alle Arbeiten - in seiner
Muttersprache Italienisch - auf. Das Notizbuch gibt es noch, es liegt im
Auto... Ein besseres zu Hause hätte UBF 006 nicht finden können. Dementsprechend
perfekt ist er erhalten geblieben. Sogar die originalen Pirelli
P6 Reifen sind noch montiert. Das Auto wurde während seines ganzen Lebens immer
in einer Garage vor Sonne geschützt im trockenen Klima Adelaides aufbewahrt und
nie durch Zubehör oder ähnliches modifiziert. Der Italiener behandelte den Wagen
mit äußerster Sorgfalt - die originalen Reifen beweisen es. Es sollte sich
herausstellen, dass
UBF 006 des älteren Herren
letztes Auto werden sollte. Im Jahr 2000 verstarb er und das Auto wurde zusammen
mit dem restlichen Besitz zum Verkauf angeboten. Bis
dahin hatten sich auf dem Tacho des Alfasud gerade 39.000 km summiert.
Marc, der neue Besitzer des
Schmuckstücks lebt im von Adelaide etwa
90 Flugminuten entfernt gelegenen Sydney. Als Marc von dem zum Verkauf stehenden Alfasud erfuhr
beauftragte er einen in
Adelaide wohnenden Freund
- genauso wie er selber ein Alfa-Fan -
sich den Alfasud anzuschauen. Das Auto stellte ich als
Fund des Jahrhunderts raus und Marc kaufte sofort. In
einem versiegelten Container kam der Alfasud per Schiff nach Sydney und wurde zu Spencer Rice Engineering in
Artarmon, einem Vorort von Sydney gebracht. Spencer - ein Engländer - ist ein Alfa Romeo
Spezialist. Marc beauftragte Spencer sich den Alfasud genau anzuschauen und
alles nötige auszutauschen. Als kleine Herausforderung an Spencer wollte Marc
nur Original-Ersatzteile verbaut haben. Original Alfa Romeo Teile für den
Alfasud
werden auch in Australien immer seltener.
Spencer akzeptierte und zwei Monate und $ 4000 Australische Dollars später
konnte Marc seinen Alfasud bei Spencer im Top-Zustand abholen. Der Lack war
frisch aufbereitet, poliert und gewachst worden. Marc trägt in regelmäßigen
Abständen neues Wachs auf. Silikon Spray bringt die schwarzen
Kunststoffteile außen wieder zum glänzen. Das Auto wird regelmäßig aber nicht zu
oft benutzt. Marc benötigt den Alfasud nicht als Alltagsauto, dafür hat er einen
Sterling Grauen Alfa 147 GTA. Der Alfasud steht währenddessen unter einer Haube
in einer Tiefgarage und wird alle sechs Monate gewartet.
Nachdem der Alfasud von Spencer in
Schuss gebracht war, machte sich Marc auf die Suche nach einer Versicherung, die
bei Verlust einen angemessenen Betrag zahlen würde. Das Versicherungsunternehmen
schickte extra einen Gutachter weil man an Marcs Aussage bezüglich des sehr
guten Zustands des Alfasuds nicht glaubte. Für gewöhnlich wird ein
Alfasud in Australien auf etwa $500 bis $1500 Australische Dollars taxiert. Nachdem
der Gutachter UBF 006 gesehen und bewertet hatte, teile man Marc mit, dass das
Auto in
 |
 |
diesem Zustand heute sogar mehr als den
damaligen Neupreis von $13,990 Australischen Dollars wert ist...
Marc ist sich bewusst, dass er eigentlich die ausgehärteten Reifen gegen neue
ersetzten sollte. Irgendwie sind die Pirelli P6 aber Teil des originalen
Zustands. Anstelle neuer Reifen will Marc sich
daher lieber einen neuen Satz Speedline Felgen mit neuen Reifen zulegen damit
er bei Veranstaltungen die originalen Räder wieder montieren kann und ansonsten
die Sicherheit und den besseren Grip neuerer Reifen nutzen kann. Als
Mitglied
des Alfa Romeo Owners Club of Australia hatte Marc seinen Alfasud Ti bei einer
Concours Veranstaltung im Jahre 2003 gezeigt. Beim so genannten "Concorso d'Eleganza" (das
große Vorbild im Park der Villa
d'Este in Cernobbio lässt grüßen...) hatte er ihn in der geringer wertigen 'Show and Shine'
Kategorie für
Suds, Sprints und 33er gemeldet - und gewann die Kategorie. Seit dem wurde
das Auto nicht mehr gezeigt. Es stellte sich beim Concours in 2003 heraus, dass
einige Leute den Alfasud aufgrund des guten Zustands lieber in der richtigen Concours
Wertung anstelle von "Show ans Shine" gesehen hätten. Wenn er das nächste Mal an
einer solchen Veranstaltung teilnehmen wird - vermutlich in 2006 - will Marc den
Alfasud in der Concours-Wertung bewerten lassen.
Vor ein Paar Jahren arbeitete Marc
übrigens als National Marketing
Manager von Alfa Romeo Australien "Ich bin ein echter Alfa-Liebhaber und möchte
anderen Leuten zeigen, wie gut die neuen Alfas wirklich sind... ", erzählt Marc.
Alfasuds sind auch in Australien mittlerweile selten geworden. Alfa Romeo hat
Down Under eine kleine aber sehr treue Gefolgschaft. Wie in Deutschland
gelten Alfas auch in Australien als risikoreicher Kauf - "unzuverlässig
und rostanfällig". Die Marke zog sich Anfang der 90er aus Australien zurück um
etwa zehn Jahre später zurück zu kommen. Nun werden pro Jahr etwa 2000
Autos verkauft. Im Angebot befinden sich die Modelle 147, 147 GTA, 156, (159 ab
Mitte 2006), GT und 166.
Zurück
Letztes Update: 22. Dezember 2005
Created: 22. Dezember 2005
© Layout by Tim Rauen. Fotos und Text by Marc
Burns. |