Glenn Sowades ehemaliger Alfasud Ti 1.5 QV

Glenns Alfasud Ti 1.5 QV.Glenn Sowade war zwischen 2001 und 2006 der glückliche Besitzer dieses Alfasud Ti 1.5 QV.

Ihm erging es ähnlich wie dem Autor dieser Seite, er wurde nämlich als Kind schon mit dem Virus Alfasud infiziert. In seinem Fall war es ein Alfasud Ti 1.5 Sondermodell "ganz in weiß" , welchen seine Mutter von 1982 bis 1989 fuhr. "Er erregte damals mehr aufsehen als ein Porsche, so meine Erinnerung als Teenie (sah verdammt gut aus)." Leider war der Wagen 1989 so verrostet, dass er für 500,- DM an einen Stock-Car-Fahrer verkauft wurde, wo ihn kurze Zeit später Der Innenraum.der Exitus ereilte. Also das typische Schicksal vieler Alfasuds.
Mittlerweile kann Glenn das Alfasud-Feeling von damals wieder live in seinem eigenen Ti "Sondermodell ganz in weiß" erleben, doch das ist eine andere Geschichte.

133.000 km standen 2001 auf dem Tacho des 1983er Tis, den Glenn im August 2001 von einem Freiburger gekauft hatte, der ihn nur mit roter Nummer gefahren hat. Der Vorbesitzer hatte den Ti aus der Schweiz importiert.

Durch die "Neuzulassung" in Deutschland stand Glenn als erster Halter im Kfz-Brief. Die Fotos Aggressiv schaut er drein!verschweigen allerdings einige Mängel. Das Auto war leider ein Raucherauto gewesen, selbst nach einer ganzen Flasche Febreze stank er immer noch. Der Aschenbecher wurde scheinbar nie gelehrt sondern immer nur zugemacht, so dass alles nach hinten runterfiel und unschöne Brandlöcher auf dem Teppich hinterließ. Auch der Fahrersitz hatte ein hässliches Brandzeichen... Den ersten (Rost-) Schock bekam Glenn nach dem Ausbau des Bodenteppiches. Auf der Beifahrerseite blühte der braune Gilb im vorderen Fußraum - eine klassische Boxer-Alfa Krankheit, von der sich selbst späte Alfa 33 anstecken lassen... Der Vorbesitzer hatte einfach ein neues Blech druntergebraten, ohne das alte verrostete zu entfernen. So etwas nennt man wohl Zeitwert gerechte Reparatur.

Der stärkste Alfasud, den Alfa Romeo in Serie baute.Dieser Mangel ist mittlerweile behoben. Vorher befreite Glenn noch das originale Lenkrad von seinem schwarzen Lack. Die Optik dankt es. Der Wagen war bisher absolut original (mit dem ersten Lack). Er hatte einige weitere Roststellen, die zum Teil geschweisst wurden. Unter anderem die Wasserablauflöcher im Bodenblech, die hinteren Radläufe (welcher Sud ist da schon gesund?) und die Stehbleche an der A-Säule. Mit zwei Jahren TÜV gesegnet konnte man aber damit leben. Ausserdem hatte der Alfasud einen Hagelschaden (sechs Dellen im Dach). In der ersten Saison fuhr Glenn dem Ti schon 6000 zusätzlich Kilometer auf die Uhr. Er bewegte den Ti mit Saisonkennzeichen (04-10). Dabei genehmigte sich der starke Sud immer 10 Liter Super auf 100 km. Mit dem 105 PS Motor ist es schwer einen anderen Wert heraus zu fahren, egal ob dieser höher oder niedriger ausfallen soll...

Natürlich wurde der Ti nicht nur gefahren, sondern auch gepflegt: es wurde der obligatorische Ölwechsel durchgeführt, die Zündkerzen ersetzt (leider waren diese bombenfest), die porösen Kühlwasserschläuche gegen neue ausgetauscht und die Zahnriemen ersetzt. Der Zahnriemenwechsel fand sozusagen fünf vor zwölf statt, die Riemen waren extrem porös. Ein Traum im Kornfeld!Die Bremsen ruckelten am Anfang sehr stark. Dieses Problem konnte Glenn aber ein wenig reduzieren indem er die Bremsbeläge justiert hat. Beim Bremsen zog der Ti trotzdem nach links, da die rechte Bremsscheibe durch Ölnebel verschmutzt wurde. Eine weitere Alfasud-Schwäche. Also musste Glenn einmal pro Woche mit Bremsenreiniger ans Werk gehen...

Auch an der Optik feilte Glenn ebenfalls. Das Scudetto war in der Schweiz anscheinend nicht wie in Deutschland in rot sondern schwarz gehalten. Vielleicht fiel es auch einem Unfall zum Opfer. Glenn lackierte das am Auto verbaute in rot.

Der wenig dezente Hinweis auf die Motorleistung an Heck und Flanken ist aber anscheinend original. (In der Schweiz hat man wohl ein Vorliebe für solche Kriegsbemalung, selbst Mercedes-Benz LKWs tragen die imposante Aufschrift "POWERLINER" auf der Sonnenblende.)

Das schicke Ende...Das originale "Alfasud QV" Emblem ersetzte Glenn auch gegen ein langes von einem Alfasud Viertürer der Serie III. Die Ronal A1 Leichtmetallfelgen in der Dimension 7 x 15 ("Bin ein Telefondesignfetischist.") waren natürlich auch nicht original, stehen dem Alfasud aber sehr gut. Eingetragen waren 7 x 13 205/60 R 13, 6 x 14 185/60 R 14 und 7 x 15 mit 195/50 R 15 Bereifung. Versetzt man sich zurück in die frühen 8ßer Jahre in die von 13 Zoll Felgen mit 155er Bereifung geprägten Fahrzeuge der unteren Mittelklasse à la Golf oder Kadett, bekommt man einen Eindruck, welch mächtige Räder sich da heute an diesem Ti drehen...  Aber auch das Sondermodell ganz in weiß war auf 14 Zöllern aus dem Hause Ronal unterwegs. Der einst geplante Umbau auf die "ganz in weiß-Optik" hatte sich durch den Kauf seines Traumautos erledigt, weitere Arbeiten am Ti auch, da Glenn ihn verkauft hat. Zwischenzeitlich hatte Glenn allerdings den AW-Delta Spoiler-Kit, wie er am "Sondermodell ganz in weiß" verbaut wurde komplett im Keller liegen.

 

 

 

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Letztes Update: 27. Dezember 2007     Created: 1. August 2001

© Layout und Text by Tim Rauen. Fotos by Glenn Sowade.