| Frank
Weinerts Alfasud Ti
Frank Weinert aus dem hohen Westerwald bewegt diesen Alfasud Ti, der
mal ein 1.5 QV war. Sein "Alltagsauto" hat er im Mai 1989 erworben. Natürlich
waren die Jahre nicht
spurlos an der Substanz des Autos vorbeigegangen.
Da Frank sowieso noch ein Paar Verbesserungen
vor hatte und einige Rostschäden entfernt werden mussten,
wurde der Ti im Winter 1989/90 komplett neu aufgebaut. Die "Verbesserungen"
sahen dabei so aus: das Fahrzeug wurde tiefergelegt und der Motor wurde
einer Kraftkur unterzogen. Eine neue Lackierung in rot war nach den lebenserhaltenden Schönheitsoperationen an der Karosse
Ehrensache. Das Resultat der Mühe kann sich sehen lassen. Konnte sich
sehen lassen.
Lange konnte Frank sein neues Auto nicht genießen.
Im Mai 1991 wurde der Sud "einer kapitalen Kaltverformung des Vorderwagens" unterzogen.
Da Frank 1991 nicht besonders viel Zeit hatte, zog sich der Wiederaufbau
17 lange Monate hin. Der Vorderwagen musste komplett erneuert und
gerichtet werden. Im August 1992 kam der Ti wieder in alter Schönheit
auf die Straße zurück. Leider hatte Frank nur einen Monat Freude daran, denn ein Reh schickte
ihn in die Botanik. Die Front wies nur leichte Blessuren auf, aber das
hintere linke Seitenteil hatte bei dem Wildunfall ziemlich unsanften Kontakt
mit
einem Baum gehabt. Wieder wurden sechs Monate mit Arbeit verbracht. Vielleicht
lag es ja an der Farbe. Seit Dezember 1992 hat er sein rotes Farbkleid gegen ein
gelbes getauscht (die Farbe stammt vom 92er Spider 115). Der
serienmäßige 1.5 Liter wich schnell einem 1700er Boxer. Dieser Motor war
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ursprünglich
ein 1.7 IE. Die Kurbelwelle wurde poliert, erleichtert und nitriert, die
Pleuel ausgewogen und poliert. Als Kolben kamen Mahle Sportschmiedekolben zum
Einsatz. Der Block wurde auf beiden Zylinderseiten um 0,8 mm
geplant. Dasselbe erfuhren die Köpfe, aber nur um 0,6 mm. Somit wurde
ein Verdichtungsverhältniss von 11,3 : 1 erreicht. Der Motor erhielt
nun ein Steuergehäuse vom 1.5 Ti-Motor um den 1.7 ie auf mechanische
Stößel umzurüsten. Die Becher
mussten dafür um 1,5 mm abgedreht
werden damit sie nicht auf den Kopf aufschlugen. Als Nockenwellen
verwendet Frank 306 ° Wellen mit einer Ventilöffnung bei einer
Überschneidung von 6 mm, Ventiltaschen in den Kolben waren somit obligatorisch.
Damit der so optimierte Gaswechsel auch genug neues Gemisch ansaugen konnte
wurden bei Viktor Günter in Köln neue 40er Vergaser montiert
und dementsprechend abgestimmt. Nach cirka vier Monaten Arbeit kamen so
(laut VGS - Diagramm) 156 PS zusammen.
Doch Leistung kann man bekanntlich nie genug
haben. Und so soll der 1.7 bald durch einen neuen 16V mit satten 2.0 Litern
Hubraum ersetzt werden. "Leistung ist eben nur durch Hubraum zu ersetzen",
so Frank.
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Letztes Update: 27. Mai 2004
Created: 29. Dezember 2001
© Layout und Text by Tim Rauen. Fotos by
Frank Weinert. |