| Die
Boxer-verrückte Familie Bergrath
Beate erzählt: "Angefangen hat alles damit, dass der damalige
Freund meiner Schwester (die fährt heute einen 33 16V) einen Alfasud
Sprint Baujahr 79 kaufen wollte und meinen Bruder zur Besichtigung mitgenommen
hat - der das Auto dann auch kaufte. Das war im März 1991. Von innen
wie aus dem Laden: grauer Velours, 83 PS, 1. Hand, Alfa-rot, was wollte man mehr? Vielleicht
störte der Durchblick von Unterboden zum Dachhimmel. Da wir keine
Ahnung von den Autos hatten, kannten wir natürlich die Schwachstellen
nicht... und haben mehr
Kennzeichen AC-LT 498) bereit. Der Vorbesitzer hatte ihn ziemlich schlecht
behandelt. Der defekte Motor lag im Kofferraum, dafür war dir Substanz
aber noch ziemlich gut. "Damals haben wir eine 75 PS Maschine (1.3 er)
eingebaut, die bald aufgrund klemmender Bremsen mitsamt Getriebe den 83
PS-Motor des 79er Sprints wich, der nicht mit dem Wagen weggegangen war.
Den hat er auch heute noch drin. Als der 1.5 QO für den Winter zurechtgemacht
wurde, funktionierte der Tacho nicht. Schuld war die Tachofeder, die dann
bei einem Alfa-Händler neu besorgt wurde, was meinen Vater nicht daran
hinderte gleich noch einen Sprint QV in Alfa-rot mitzubringen, der zufällig
auf dem Hof stand." Warum auch nicht, hatte Vater Bergrath doch noch
keinen Sprint. Außerdem gefiel er ihm eben! Es handelt sich um einen
Sprint QV von 1987 (Kennzeichen AC-AR 875). Er hat also hinten schon Trommelbremsen.
Zu seinem Glück war der Sprint lange in Spanien gelaufen, und war
so von Rost fast verschont geblieben. Ein Glückstreffer sozusagen;
gelaufen hatte er auch nicht viel. Nummer fünf, der heute noch in
der Familie existierenden Alfas, ist ein weiterer Alfasud 1.5 QO von 1983
(AC-CV 223). "Eigentlich war der Wagen von einem Interessenten von dem
79er Sprint. Er hat heute noch die Originalmaschine mit über 200.000
km drin."
Auch bei Bergraths geht man mit der Zeit. Und so wurde der nächste
Kauf ein Alfa 33, den
Nach so vielen Alfasuds musste nun noch ein Sprint (AC-AR473) für Beate her. "Jetzt hatte jeder einen Sud und einen Sprint. Als wir den Wagen das erste mal gesehen haben, war er vor kurzem aus seinem dreijährigen Winterschlaf in einer Garage erweckt worden um draußen weiter zu schlafen und sah nicht gerade gut aus. Er wollte nicht anspringen, was sich als defektes Zündschloss herausstellte. Nachdem er gewartet und gepflegt worden war, sah er wieder richtig gut aus. Er hatte auch recht wenig gelaufen und kommt ursprünglich aus der Schweiz.
hat
eine 1.5 Liter-Maschine mit 95 PS eingebaut, wahrscheinlich ist das auch
original, obwohl ich den QV eigentlich nur mit 105 PS kenne. Auf dem Typenschild steht als Motorcode 301.82. In Deutschland ist er damit
auf jeden Fall nicht vertrieben worden. Ansonsten ist der Wagen früher
scheinbar sehr gut gepflegt worden, substanzmäßig ist er gut.
Die Radläufe waren früher auch mal gespachtelt worden, mindestens
drei Lagen mit entsprechenden Lackschichten dazwischen, was weniger schön
war."
Zur Abwechslung folgte nun mal wieder ein Alfa 33 - genauer genommen
ein 33 1.7 QV mit 114 PS von 1987 (AC-AR 713), den Benno kaufte. "Da
er jetzt einen zuviel hatte, ging der blaue 33 (AC-AR 414) in meinen Besitz über. Der 33 QV war günstig,
hatte einen Nockenwellenschaden und irgendwas an der Hinterachse sollte
nicht stimmen. Das irgendwas erwies sich als ein Die nächste Anschaffung hieß Alfa 33 Sport Wagon 1.7 QV 4x4 (AC-AR 424): "Der musste wohl auf dem Hof gestanden haben, als mein Bruder den 33 QV gekauft hat. Der Vorteil lag im Kat, mein Vater schlug zu, da er auch recht günstig war. Er hat 105 PS und wurde 1989 gebaut. Es ist gar nicht so einfach manche Teile für den Wagen zu bekommen, da der zuschaltbare Allrad recht selten ist. Auch er läuft fleißig und hat vor kurzem die 200.000 km-Marke überschritten." Die bisher letzte Einkaufstour führte zu einem 1990er 33 16V QV (AC-AR 714), Bj. 1990. Beate: "Der stammt vom selben Händler wie die meisten anderen auch. Mein Vater und mein Bruder waren mit dem 33 QV unterwegs, sahen, kauften und fuhren mit zwei Autos nach Hause. Dabei ist allerdings zu erwähnen, das der 16V dem 1.7 QV in der Beschleunigung nicht wegziehen konnte, in der Endgeschwindigkeit schon. Aber dafür hat er ja auch einiges an PS mehr."
Zusammen haben die Bergraths heute 12 Alfas. Davon sind sechs Alfa 33, drei Alfasuds und drei Sprints. Letztes Update: 27. Mai 2004 Created: 26. November 2002 © Layout und Text by Tim Rauen. Fotos by Beate Bergrath und Familie. |