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Peters (ehemaliger) stark verbesserter Alltags-Alfasud
Text und Fotos by Peter Dyrelund
Stammleser dieser Website kennen Peter Dyrelund aus Dänemark und seine schnellen "besser-als-neu-Alfasuds" vielleicht schon. Im Jahr 1978 kaufte er seinen ersten Alfasud - einen gebrauchten 5m, den er für ein Jahr benutzte. 1979 entschied er sich, einen neuen Alfasud zu bestellen um diesen dann von Anfang an so
100 km am Tag - sollten die Verbesserungen nicht die
Alltagsqualitäten verschlechtern. In seiner Freizeit wollte Peter
den Alfasud allerdings für Slaloms, Rennen und Fahrerlehrgänge
(auf dem Nürburgring und anderswo) benutzen. Zu allererst jedoch kümmerte
sich Peter um die Achillesferse jedes Alfasuds, die Anfälligkeit gegen die braune
Pest. Neben einer Hohlraumversiegelung (mit zehn Jahren Garantie) erhielt
der Alfasud Innenkotflügel in den vorderen Radhäusern.
Um den Komfort zu erhöhen, verbesserte Peter anschließend
die Schalldämpfung im Innenraum. Er montierte Dämmstoff auf der
Unterseite der Motorhaube, zwischen Motorraum und Innenraum, unter der
Rückbank und im Kofferraum. Zudem wurden zusätzliche Teppiche
auf der Hutablage und auf der Ablage unter dem Armaturenbrett installiert.
Durch
diese
Maßnahmen wurde der Innenraum des Suds sehr leise. Der Motor wurde
auf dem Leistungsprüfstand optimiert. Tatsächlich entwickelte
er beim ersten Test lediglich 74 PS. Nachdem Zündzeitpunkt und -verstellung
und der Vergaser richtig eingestellt waren, erreichte der Motor dann die
von Alfa Romeo genannten 84 PS. Die serienmäßigen Golden Lodge
Zündkerzen wurden gegen NGK B7ES ersetzt. Eine
Anfangs fuhr Peter Compomotive Alufelgen, die er noch von seinem Alfasud
5m aufgehoben hatte, doch bald wechselte er auf 5,5 x 13 Zoll Wolfrace
Felgen und (später) auf 185/60 HR 13 Pirelli P6. Gleichzeitig wurden
Bilstein Sport (Gas-) dämpfer eingebaut. Außerdem verbaute Peter
den Front- und Heckspoiler des ti. Ebenso die Radlaufverbreiterungen des
ti. Auf der Rennstrecke wurde das Auto mit 6 x 13 Zoll Stahlfelgen (mit Regenreifen) und mit 7 x 13 Zoll
Ronal A1 (mit Slicks) gefahren. Die erste große Änderung kam
aber, nachdem Peter sich auf der Rennstrecke verschaltete und anstelle
des dritten Gangs den ersten beim Hochschalten einlegte. Den Auslassventilen
gefiel das überhaupt nicht - sie waren ganz genickt von soviel roher
Gewalt. Anstelle den Motor wieder instand zu setzen, trieb Peter einen
1.5 Liter Ti-Motor mit 95 PS auf (der erste Boxer mit zwei Weber Doppelvergasern).
Das "95-PS-Getriebe" mit geringfügig länger übersetztem
fünften Gang wurde gleich mit eingebaut. Eine sehr gute Maschine.
Unter Boxer-Liebhabern gelten der 1.5 Liter mit 95 PS und der 1.7 Liter
Zwei-Doppelvergaser mit 118 PS als die
der Ölwanne zu verschwinden. Als letztes i-Tüpfelchen komplettierte
ein CSC ("cross-over") Fächerkrümmer mit entsprechend dimensioniertem
Auspuff den Umbau.
Die Bilstein Gas-Stoßdämpfer (die das Auto sogar ein bißchen
höher als normal machten) wurden gegen gelbe Konis getauscht. Zusätzlich
wurden die Serienfedern gegen kürzere aus dem Hause Eibach ausgetauscht.
Doch dem nicht genug: Auch die Bremsanlage der Vorderachse wurde modifiziert.
Peter ersetzte die massiven Serienscheiben gegen innenbelüftete. Eine
direktere Lenkung erhöhte die Handlichkeit. Das Fahrwerk wusste nun
zu überzeugen. Nur der
Motor entsprach nicht Peters Vorstellungen. Um die 108 PS, und ein ungünstiger
Drehmomentverlauf mit viel zu wenig "Bums" unten herum hatte er sich vor
dem Motorumbau nicht gerade sehnlichst gewünscht. Zudem stieg der
Kraftstoffverbrauch von 8,3 l/100 km auf etwas weniger als 10 l/100 km.
Was war schief gelaufen? Peter vermutete, dass die Kompression zu niedrig
war. Schärfere Nockenwellen verursachen nämlich eine geringere
effektive Kompression. Auf der Suche nach einer Lösung wurde Peter
wieder in Deutschland fündig. Harry Schulze (mehrfacher deutscher
Trofeo Alfasud Meister) konnte die benötigten, kompressionssteigernden
Technisch war nun alles perfekt, doch trotz alljährlicher Hohlraumversiegelung zeigte sich nun an manchen Stellen der Karosserie Rost. Wie sich herausstellte, hatte der Betrieb, der die Hohlraumversiegelung jedes Jahr erneuerte, nicht alle Hohlräume der Karosserie ausgesprüht, da man der Annahme war, dass bestimmte
Da nun sowieso der Lackierer rann musste, entschied sich Peter für
eine komplette Neulackierung. Das verwendete Gelb gefiel Peter immer noch
gut. Was
Neue BBS 6 x 14 Zoll Leichtmetallräder mit 185/60 HR 14 Pirelli P6 Bereifung wurden montiert. Vorher hatte Peter einmal 5,5 x 15 Zoll Räder mit 195/50 VR 15 BF Goodrich Reifen versucht. Eine Verbesserung stellten die aber nicht da: das Auto segelte unruhig von einer Straßenseite zur anderen und die Spurrillen diktierten den Weg. Nun war der 1.5 Super so perfekt, wie ein Straßen-Alfasud zu dieser Zeit seien konnte. Die einzige weitere Verbesserung hätte 1985 eine Hubraumerweiterung auf 1.6 Liter dargestellt. Dazu benötigte man eine spezielle Kurbelwelle, die 70 mm Hub ermöglichte. Außerdem hätte man 85 mm Kolben kaufen müssen. Ein solcher Umbau war nicht eben günstig. 1987 hatten sich Peters Vorstellungen von seinem Traum-Alfasud verändert. Er brauchte nun kein Alltagsauto mehr, mit dem man entspannt 200 km am Tag abspulen können musste. So entstand der Wunsch nach einem kompromisslosen und noch stärkeren Alfasud. Das Ergebnis war ein Serie III Alfasud 1.5 Ti mit Sprintex Kompressor, den Peter auch als konkurrenzfähigen Clubrenner einsetzen konnte. Ein Alfa 155 Q4
Letztes Update: 27. Mai 2004 Created: 7. März 2003 © Layout by Tim Rauen. Text und Fotos by Peter Dyrelund. |