Alfasud Ti 1.7 16V

Markus aus der Nähe von Kassel ist seit 2003 der Besitzer dieses Alfasud Ti. Wie auch sein Sprint, den er mittlerweile verkauft hat, ist dieser Alfasud nach seinem Geschmack umgebaut worden. Ausgangsbasis war ein Alfasud Ti 1.5 QV von 1984. Der Wagen wurde in einem RAL-Blauton neu lackiert. Die Farbe blau  findet

Alfasud Ti 1.7 16V
sich im Innenraum und auf den mit Foliatec Blue Light Colour getönten Seitenscheiben wieder.

Motor und Getriebe
Der Vorbesitzer implantierte in diesen Alfasud einen 1.7 Liter 8V Motor mit Zylinderköpfen eines 1.5 Liters. Markus tauschte diesen Motor gegen einen 1.7 Liter 16V aus dem Alfa 33. Im Gegensatz zu der Mehrzahl der 16V-Umbauten blieb diesem Sud die Einspritzanlage aber erhalten. Die serienmäßigen 132 PS waren Ein Blick unter die Motorhaube.aber nicht genug. Durch klassisches Tuning wurde die Leistung laut Markus auf etwa 170 PS getrieben: die Zylinderköpfe gab Markus zur Firma Thomas Werner aus Schöneberg bei Hofgeismar die sich auf G-Ladermotoren und Turbomotorenaufbereitung / Tuning spezialisiert hat. Dort wurden die Zylinderköpfe geplant und bearbeitet, geänderte Nockenwellen wurden montiert. Anschließend wurden der Luftmassenmesser und die Einspritzanlage angepasst. Der serienmäßige Luftfilter wurde gegen einen universellen Luftfilter von K&N getauscht. Ein anfänglich eingebauter Chip wurde bald wieder ausgebaut da die Drehzahlerhöhung um 300 U/min des Chips nicht ein PS mehr brachte. Die Benzinpumpe wurde auf das linke Stehblech unter den Kühlwasserbehälter montiert. Die Auspuffanlage wurde auf den Auspuffkrümmer des Alfa 33 1.7 16V Permanent 4 umgerüstet, ab dem Krümmer ist sie ein kompletter Eigenbau. Mit diesen Modifikationen bringt es der Motor laut Markus auf etwa 200 Nm Drehmoment. Abschließend wurden Block und Zylinderköpfe sowie der Ansaugkrümmer neu lackiert. Das unveränderte Getriebe ist für die Hohe Leistung des 16Vs eigentlich zu kurz übersetzt. Markus Alfasud Ti erreicht so eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 200 km/h - nicht besonders schnell, dafür beschleunigt der Ti sehr gut.

Fahrwerk und Bremsanlage
Markus Alfasud Ti wurde durch bearbeite Zender Federn um cirka 50 mm tiefer gelegt. Die Vorderradaufhängung wurde auf die außen liegenden, innenbelüfteten Bremsscheiben des Alfa 33 16V umgebaut. Vorne kommen gelbe Konis zum Einsatz, an der Hinterachse rote Koni-Dämpfer. Um die gestiegene Leistung gut auf die Straße zu bringen, wurden polierte RIAL 7x15 ET 20 Felgen mit 195/45er
Der Boxer 16V. Markus' Alfasud Ti 1.7 16V.

Reifen montiert. Eine Domstrebe vorne sorgt für eine höhere Karosseriesteifigkeit. Der originale Alfasud-Bremskraftverstärker blieb an seinem Platz. Um auch mit breiteren Schuhen gut fahren zu können, drückte Markus Brems- und Kupplungspedal etwas auseinander.

Karosserie
Neben der schon erwähnten Sonderlackierung erhielt der Alfasud einen AW-Delta Dachspoiler. Unter dem selbst angefertigten Kühlergrill wurde eine Öffnung in die Stoßstange geschnitten, die dem Ölkühler zu mehr Frischluft verhilft. Die originalen Seitenblinker wurden Der Innenraum.gegen grauweiß-getönte aus dem VW-Regal getauscht. Die Frontscheinwerfer stammen von Carrello und verbreiten gelbes Licht.

Innenraum
Markus tauschte die originalen Sitze gegen mit Leder bezogene Sportsitze aus einem Golf I aus. Die Sitzwangen sind mit schwarzem, die Mittelbahnen mit blauem Leder bezogen worden. Der Vorbesitzer hatte bereits den schwarzen Gummischaltsack gegen einen Handgenähten aus Leder ausgetauscht. Der Bodenteppich entstammt genauso wie der lederne Schaltknauf einem späten Alfa 33. Eine Blende aus einem Alfasud ti Serie I (die dort den nicht belegten Zusatzinstrumentenschacht abdeckt) wurde auf die Mitte des Raid-Lenkrades montiert. Die Mittelkonsole nimmt Zusatzinstrumente für Öltemperatur, Öldruck, Kühlwassertemperatur und Spannung auf.
Zusätzlich montierte Markus einen (zeitgenössischen) Bordcomputer über den man die Uhrzeit, den momentanen Verbrauch, die noch verbleibende Reichweite, die Momentangeschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die gesamt gefahrenen Kilometer abrufen kann. Der Bordcomputer war ein Geschenk eines Arbeitskollegen, der 1976 einen Alfasud fuhr, in dem dieser 1974 hergestellte Bordcomputer schon montiert war. Schon damals ein echtes Highlight!

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Letztes Update: 27. Mai 2004      Created: 7. März 2003

© Layout, Fotos und Text by Tim Rauen.