Steves Alfasud 5m

Steve Butler aus Surrey in England besitzt diesen silbernen Alfasud 5m. Das Auto wurde 1977 gebaut legte bis zum Kauf durch Steve im Jahr 2002 nur 28.000 Meilen zurück. Seit Juni 2005 hat Steve weitere 4.000 Meilen dazu gefahren. Das Auto hat nur zwei Vorbesitzer, die zudem beide aus einer Familie stammen.

Alfasud 5m

Als der Alfasud damals in den Siebzigern auf den Markt kam, hatte Steve sich schon einmal für den Alfasud interessiert, konnte sich aber keinen Neuwagen leisten. Als dann kurze Zeit später die massiven Rostprobleme ans Tageslicht kamen, entschied sich Steve gegen den Alfasud.

Alfasud 5mIm Jahr 2002 unterhielt Steve sich dann mit dem Mechaniker, der sein Alltagsauto, einen Volvo wartet. Der Mechaniker erwähnte beiläufig, dass er einen Alfasud auf seinem Hof zum Verkauf stehen hätte, und das ein Käufer aus Island oder woher auch immer schon Interesse daran geäußert hätte. Plötzlich erwachte in Steve der alte Wunsch, einen Alfasud zu haben. Für £699 bot der Mechaniker ihm den Alfasud an, bei £600 wurde man sich handelseinig.
"Das Auto war grundsätzlich in Ordnung, hatte aber Rost an sehr vielen verschiedenen Stellen - keine Überraschung bei einem Auto von 1977 - egal von welcher Marke!", erzählt Steve. Eine Komplettrestauration erwies sich schnell als beste Lösung und Steve bekam einen Mike Spenceley von MGS Coachworks in Purley, Surrey empfohlen, der mit geschultem Blick schnell auflisten konnte, welche Stellen seine Aufmerksamkeit benötigen würden. Man einigte sich die Instandsetzungsarbeiten in mehreren Abschnitten durchzuführen und das Auto danach nur mit Primer vor Korrosion zu schützen, bis alle Arbeiten komplett erledigt wären. Über eins war sich Steve im Klaren: er wollte alle angegriffenen Blechteile wenn möglich nicht reparieren lassen, sondern gleich neue Blechteile einschweißen lassenAlfasud 5m. Tatsächlich konnte er alle vier Türen, einen Kofferdeckel, zwei Kotflügel, deren Anschraubkanten und eine Serie III Motorhaube als Neuteile auftreiben. Eine gute Ausgangsbasis für die Restauration! MGS Coachworks musste so nur die hinteren Radläufe, die Außenschweller und Teile der Radhäuser reparieren und die Kotflügelanschraubkanten und die Kotflügel montieren und anpassen. Im Bereich des Kofferraums waren weitere Reparaturarbeiten nötig. Schlussendlich wurden die neuen Türen, der neue Kofferdeckel und die neue Motorhaube montiert und eingestellt und das Auto konnte zum Lackierer um wieder im originalen Silberton lackiert zu werden. Silber metallic - heute ein eintöniger Massengeschmacks-Ton - war in den Siebziger Jahren noch etwas besonderes und wurde recht selten geordert.

Um neuem Rost um die Schraublöcher der Zierleisten keine Chance zu geben, klebte Steve die Chromleisten am Kofferdeckel und an den Schwellern einfach an.

Im Jahr 2004 fand Steve einen weiteren Alfasud dessen Interieur in einem wesentlich Alfasud 5mbesseren Zustand war als das seines silbernen 5m. Schnell wurden die Interieurteile des Neukaufs in den schon fast perfekten silbernen 5m umgebaut. Steve fand zudem noch ein komplettes Set nagelneuer, nie benutzter Stahlfelgen. Sie sollen bald montiert werden. Für 2006 gibt es auch schon Pläne zur weiteren Verbesserung des Alfasuds: Steve möchte die Radhäuser neu lackieren - natürlich in Silber - und plant den Unterboden zu versiegeln. Dann soll noch das Service-Abteil im Motorraum neu lackiert werden und die Sitze sollen neu aufgepolstert werden.

Steves Ziel war es den Alfasud so original wie möglich zu erhalten. In Groß Britannien gibt es einige Serie II und Serie III Alfasuds, zumeist aber Zweitürer. Serie I Alfasuds mit vier Türen sind extrem selten geworden.

Im Dezember 2004 wurden Steves Mühen mit einem Artikel über seinen Alfasud im britischen "British Classic and Sports Car magazine" belohnt.

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Letztes Update: 21. September 2005      Created: 21. September 2005

© Layout und Text by Tim Rauen. Fotos by Steve Butler.