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Olivers Alfasud L
Oliver Buzzi aus der Schweiz
konnte 2004 mit dem auf dieser Seite zu sehenden Alfasud L einen Glückstreffer
landen. Der 1975 gebaute Alfasud L wurde Oliver für nur 400 EUR
aus erster Hand von einem italienischen Rentner angeboten. Nur 20.000 km gelaufen, im ersten
Lack und vollkommen original. Der Vorbesitzer war angestellter der italienischen
Staatsbahnen und verwendete für größere Entfernungen grundsätzlich den Zug um
sein Auto (und vielleicht auch die Brieftasche) zu schonen. Allerdings stand das Auto in Foggia. Auch aus der
Schweiz ist der Weg nach Süditalien kein Pappenstiel. "Beim
Preis von 400 EUR hab' ich natürlich sofort zugeschlagen - ohne das Auto vorher
gesehen zu haben, ich habe mich auf die Beschreibung eines Alfa-Enthusiasten
verlassen", so Oliver. Weitere Interessenten und der weite Weg nach Foggia
hielten ihn von einer vorherigen Besichtigung ab. Ein bißchen Risiko ist beim
Kauf eines Alfasud eben immer dabei. Die vorab zugesandten Fotos ließen auf
nichts allzu schlimmes hoffen. Auf den ersten Blick waren außer einem leicht
eingedrückten Radlauf hinten rechts und den Rissen im Fahrersitz keine großen
Mängel sichtbar. Also schlug Oliver zu und holte das Auto ab.
Neben einigen kleinen Beulchen und dem üblichen Zahn der
Zeit hatte der Alfasud, wie sich herausstellte nur ein einziges, größeres Problem
das es zu beheben galt.
Irgendwann war mal der Hauptbremszylinder
undicht geworden und hatte das Serviceabteil unter Bremsflüssigkeit gesetzt, die
dann in den Hohlraum hinter der Schottwand gelaufen war und den dortigen Schaum
durchtränkt hatte. Dies hatte zu zwei Durchrostungen der Schottwand zum
Motorraum geführt. Im Zuge einer intensiven Entrostungsaktion baute Oliver den
kompletten Antriebsstrang aus, bohrte Oliver die Schottwand aus und entrostete
sie, schloss die Löcher und schliff außerdem das komplette Serviceabteil und
alle anderen von Bremsflüssigkeit aufgelösten Lackstellen bis auf das blanke
Blech herunter. Nach dem Einschweißen der instand gesetzten Schottwand wurde der
Bereich neu grundiert und abschließend lackiert. Kleinere Dellen in den
Kotflügeln wurde bei dieser Aktion auch entfernt und die arg wellige Motorhaube
durch ein besseres Exemplar ersetzt. Der Schaden am hinteren Radlauf und ein
leicht eingedrückter Schweller wurden gleich mit gerichtet und neu lackiert.
Karosseriemäßig vollkommen jungfräulich sind die meisten von älteren
Herrschaften bewegten Autos eben doch nicht.
Nach einer großen Inspektion mit Zahnriemenwechsel konnte
der Zusammenbau erfolgen. Die originalen, noch geklebten Front- und Heckscheiben
sind noch verbaut. Überhaupt wurde nur soviel restauriert, wie unbedingt
notwendig um den ansonsten guten, originalen Zustand zu erhalten. Olivers
Alfasud erfreut mit einigen Details der ersten Alfasuds, die später nicht mehr
zu finden waren. So hat er zum Beispiel noch einen aus Blech bestehenden
Kühlwasserbehälter anstelle des später verwendeten Kunststoffbehälters und das
Endrohr des Auspuffs führt noch gerade vom
Endtopf weg die Abgase unter der
Karosserie heraus. Dies wurde 1976 geändert. Von dort an führte das Endrohr in
einem Bogen unter dem Heckblech heraus, die Ausbuchtung im Heckblech entfiel.
Oliver baute noch ein Zeitgenössisches Philips Autoradio ein - das gleiche
Modell,
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Bilder von den
Instandsetzungsarbeiten |
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Die rostige Spritzwand - Außenseite |

Das ausgeräumte Service-Abteil |

Die rostige Spriztwand - Innenseite |

Fertig grundiert... |
welches sein Vater in den Siebzigern in seinem Alfasud
5m hatte. Zur Vollendung fehlte nun nur noch ein neuer Sitzbezug für den
Fahrersitz. Den blauen Skai-Bezug konnte Oliver letztendlich im Frühjahr 2008
auftreiben. Um das Bild vom perfekten Alfasud abzurunden wurden zugleich auch
die Stahlfelgen gesandstrahlt und neu lackiert. Zurück
Letztes Update: 4. Juni 2008
Created: 20. April 2008
© Layout und Text by Tim Rauen. Fotos by Oliver
Buzzi. |