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Leonardos Alfasud 1.2 4-porte

Dieser
originale,
unverbastelte und gut erhaltene Alfasud 1.2 5m 4-Türer der Serie III gehört dem
Italiener Leonardo Olivari. Originale und vor allem nicht getunte Alfasud der
Serie III sínd - diverser Abwrackprämien sei dank - auch in Italien sehr selten
geworden. Besonders, wenn es sich um eine 1.2 Liter Version handelt, deren
Temperament im heutigen TDI-lastigen Straßenverkehr nicht immer ausreicht, um im
Verkehr souverän mitschwimmen zu können.
Leonardo
war auf der Suche nach einem Alfa, dessen Länge die vier Meter nicht
überschreiten durfte, als er diesen Alfasud fand. Ein längeres Fahrzeug hätte
nicht in seine kleine Garage gepasst. Seine Alfetta 2.0, "Den letzten
"echten" Alfa, den ich hatte.", so Leonardo
in der Garage unterzubringen gestaltete sich immer sehr schwierig.
Leonardo ist Mitglied des italienischen Alfaclubs "Alfissima" dessen Mitglieder
Alfa Romeos aus den siebziger, achtziger und frühen neunziger Jahren fahren und
sammeln. Die Modelle 75 und 33
(Baureihe 907) sind in diesem Club die jüngsten akzeptierten Modelle, da sie
noch hundertprozentige Alfa Romeo Konstruktionen ohne Fiat-Einfluss sind.
Während einer Alfissima Veranstaltung im Jahr 2006 erzählte ein Clubmitglied von
einem Alfasud, der sich noch immer in erster Hand befände und nun zum Verkauf
stünde, da der Besitzer sich einen neuen Fiat Panda gekauft hatte und nun den
Platz in der Garage benötigte, den der Alfasud belegte. Leonardos Interesse war
geweckt und so machte er sich schnellstmöglich auf nach Lunigiana in den Bergen
der nordwestlichen Toskana, wo der Alfasud zum Verkauf stand. Das warme und
trockene Klima in der Toscana hatte sein bestes zum Erhalt des Alfasud
beigetragen: Leonardo fand in einer trockenen Garage einen Alfasud im
Jahreswagen-Zustand. Das Auto wurde im Mai 1980 gebaut. Es ist ein 1.2 Liter mit 68
PS und einem Doppelvergaser - also mit dem Motor, der auch die ersten Alfasud
tis motorisierte. Der Motor ist hier wie im ti an ein Fünfgang-Getriebe mit
relativ kurzer Übersetzung gekoppelt. Der Vorbesitzer hatte den Alfasud mit dem
einzigen damaligen Extra, einer Metallic-Lackierung in grigio nisida metallizato
geordert. Abgesehen vom blau-grauen Velours im Innenraum sieht Leonardos Alfasud
genauso aus, wie das Presse-Auto, welches Ende 1979 für die Pressemappe und den
ersten Verkaufsprospekt der Serie III fotografiert wurde.
Das "Fotomodell" hatte damals eine hellbraune
Innenausstattung, die es in der Serie aber nicht zusammen mit dem
Metallic-grauen Lack geben sollte.
Der
Alfasud hatte so gut wie keinen Rost, lediglich im Bereich der hinteren Radläufe
wurde schon mal vor längerer Zeit nachgearbeitet. Die Sitze wiesen keinerlei
Gebrauchsspuren auf. Ein kleines Wunder bei der damaligen, wenig hochwertigen
Stoffqualität. Lediglich die Türverkleidungen warteten mit einem typischen
Problem vieler Alfas aus den siebziger Jahren auf: der Velours löste sich vom
Trägermaterial. Leonardo konnte den Velours wieder ankleben. Ein weiterer
optischer Mangel waren die, wie bei allen Serie III Alfasuds vollkommen
ausgeblichenen Kunststoffstoßstangen.
Eine zweite Person
war an diesem Alfasud interessiert. Leonardo musste also schnell handeln und
konnte den Alfasud zu einem sehr fairen Preis dem Vorbesitzer abkaufen. Zu Hause
angekommen, überholte er den rechten vorderen Bremssattel, der zwischenzeitlich
angefangen hatte zu lecken, ein typischer Standschaden aufgrund zu seltener
Nutzung. Doch damit sollten die Arbeiten an der Technik auch schon beendet sein. Leonardo
benutzte den Alfasud fortan für Fahrten zu Alfissima Clubveranstaltungen und für
kleine Ausfahrten. Nachdem sein Alltagsauto, ein Alfa 147, ausfiel, setzte
Leonardo den Alfasud 2006 sogar als Alltagsauto ein. Der Tacho zeigte zu diesem
Zeitpunkt 61.000 km gefahrene Kilometer an. "Für ein italienisches Auto aus den
frühen achtziger Jahren läuft der Alfasud ziemlich gut," sagt Leonardo.
Mittlerweile ersetzt ein anderer Alfa 147 den Alfasud als Alltagsauto. Sollte
dieser allerdings Probleme machen, kommt der Alfasud wieder zum EInsatz. Kurz
nach dem Kauf überarbeitet Leonardo die Stoßstangen und gab ihnen das originale
zweifarbig graue Aussehen wieder, indem er sie kurzerhand lackierte.
I2006 nahmen Leonardo
und sein Alfasud am ersten Treffen für klassische Autos Teil, das auf Alfa Romeos
werkseigener Teststrecke in Balocco von der italienischen Oldtimerzeitschrift “Automobilismo d’Epoca”
organisiert wurde. Während eines anderen Treffens des Alfissima Clubs in Arese
traf Leonardo Ing. Domenico Chirico, den Entwickler des Alfasud Boxer-Motors.
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Leonardos Alfasud
auf der Teststrecke in Balocco |
Ing. Chirico,
Leonardo und sein Alfasud vor dem the Museo Storico |
Da
dieser Alfasud bis dato vollkommen original war, hielt auch Leonardo sich mit
den Modifikationen sehr zurück. So ersetzte er das Kunststoff-ummantelte
serienmäßige Lenkrad gegen das Lederlenkrad aus einem Alfasud Ti der Serie III
und baute auch dessen Zusatzinstrumente für Wassertemperatur und Öldruck in die
Mittelkonsole ein. Ein rechter Außenspiegel - natürlich ein Vitaloni, das
gleiche Modell wie auf der Fahrerseite, verbessert die Übersicht für den Fahrer.
Leonardo ist zur Zeit auf der Suche nach dem originalen Holzlenkrad aus einem
Alfasud Valentino
oder Quadrifolgio Oro, das er anstelle des nun verbauten Ti-Lenkrads einbauen
möchte. Übrigens eine vollkommen originale Modifikation, gab es doch genau dieses
Lenkrad als Zubehör beim Alfa Händler. Im Moment ist ein
Doppelrohr-Endschalldämpfer aus dem Alfasud TI 1.5 QV verbaut, der aber auch
möglichst bald gegen ein Originalteil getauscht werden soll.
Leonardo's Alfasud
íst im berühmten RIAR (Registro Italiano Alfa Romeo) registriert.
Besuchen Sie den Club
Alfissima im Internet
www.arocalfissima.com und erfreuen Sie sich an einer großen Menge Fotos und
zeitgenössischer Videos..
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Letztes Update: 1. März 2009
Created: 1. März 2009
© Layout and text by Tim Rauen. Photos by Leonardo
Olivari. |