Fabios Alfasud 1.2 SC 5-porte

Alfasud 1.2 SC

Ein weiterer gut erhaltener Alfasud der Serie III. Er ist im Besitz von Fabio Rombolà aus Italien. Fabio wurde 1979 mit dem "Virus Alfasud"Alfasud 1.2 SC infiziert, als er zwei Jahre alt war. Seine Eltern planten damals ihren Fiat 128 gegen ein für eine junge Familie besser geeignete Auto einzutauschen - und entschieden sich für einen Alfasud. Es wurde ein Alfasud Super Baujahr 1978, lackiert in Rosso Alfa. Fabio liebte es mit diesem Alfasud gefahren zu werden. Auf längeren Fahrten übernachtete er sogar ab und zu im Alfasud. 1989 tauschte sein Vater den Alfasud Super gegen einen in Marone Testa Di Moro (braun) lackierten Alfasud der Serie III, der 1980 gebaut wurde. Dieser Alfasud begleitete die Familie weitere vier Jahre. Fabio hat sie nie vergessen, die beiden Alfasuds. Er wollte wieder einen haben, sobald er alt genug werden würde sich selber einen zu kaufen und vor allem auch zu fahren.
The leather / alcantara seats
Diese Gelegenheit kam im Jahr 2009, als er den hier gezeigten in Grigio Nisida Metallic lackierten 1.2 SC aus dem Baujahr 1983 entdeckte, während er im Internet surfte. Die Fotos im Internet hinterließen den Eindruck eines nicht besonders gut gepflegten Fahrzeugs. Um kein Wrack zu kaufen, fuhr Fabion nach Foligno in Umbrien um sich den Alfasud genauer anzusehen. Eine gute Entscheidung, da der Alfasud tatsächlich wesentlich besser als auf den Fotos aussah und sich mit nur wenig Aufwand in ein sehr gutes Auto verwandeln lassen würde. Für seine 85.000 km and war er tatsächlich in ziemlich gutem Zustand. Technisch gab es überhaupt nichts zu tun, waren doch Reifen, Bremsbeläge und Zahnriemen erst vor kurzem erneuert worden. Nachdem der Vorbesitzer gestorben war, versuchte dessen Sohn nun den Alfasud zu verkaufen, anstelle ihn zu verschrotten. Wie sich herausstellte, zeigte die Karosserie zwar einige Beulen und der Lack benötigte dringend eine Politur, aber Rost, ließ sich nicht finden. Der Kaufpreis war fair und so schlug Fabio zu.
The dashboard and the fine seatsNachdem Fabio den Alfasud nach Hause überführt hatte, begann Fabio daran zu arbeiten. Er entfernte die Beulen und polierte den Lack. Dann tauschte er die originale Rückbank gegen die eines auf einem Schrottplatz gefundenen 33 Imola mit Kunstleder / Alcantara Bezug und ließ für die Vordersitze passende Bezüge aus dem gleichen Material nähen. Neben einem rechten Außenspiegel wurden nun noch der Heckspoiler, das Lenkrad und die Zusatzinstrumente aus einem Alfasud Ti Serie III eingebaut.

Als Alltagsauto kann Fabio den Alfasud nicht verwenden. Er lebt in Turin, wo Autos ohne Katalysator aus Feinstaub-Gründen nicht mehr benutzt werden dürfen. So kann der Alfasud sich auf seinem Altenteil entspannen und wird nur noch zu Ausfahrten in die Umgebung am Wochenende benutzt. Fabio macht der Alfasud viel Spaß. "Die Straßenlage und die Höchstgeschwindigkeit können mit den Leistungen der modernen Autos mithalten und das Motorgeräusch des Boxers bringt mir Erinnerungen an meine Kindheit zurück", erzählt er.  

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Letztes Update: 19. Februar 2011      Created: 19. Februar 2011

© Layout und Text by Tim Rauen. Foto by Fabio Rombolà.