| Alfasud ti
Wainer Bimotore
Der Alfasud Wainer Bimotore wurde von Gian Franco Mantavoni Wainer
gebaut. Von Mantavoni Wainer stammte auch der Alfasud
ti Turbowainer. Wainer verwendete einen Alfasud ti der Serie I und
implantierte einen zweiten Motor hinter die Vordersitze, der die Hinterräder antreibt. Damit ist der Wainer
Bimotore ein früher Allradler.
Einige Jahre vorher hatte Citroën
der Ente einen zweiten Motor eingpflanzt und diese Kreation 2CV Sahara
getauft. Das Prinzip ist beim Bimotore das selbe. Wie Sig. Mantavani erzählt,
war der Bimotore besonders für die Targa Florio und die Afrika Rallye
Safari gedacht. Dort konnte er mit seinen vier angetriebenen Rädern
der Konkurrenz von Ford (Escort), Saab, Datsun und Peugeot Paroli bieten.
Die Kraft der zwei Coure Sportivi erlaubte es in 8,2 Sekunden von 0 auf
100 km/h zu
beschleunigen. Einige Tester berichteten, dass sich das Auto beim Anfahren
sowohl vorne als auch hinten aufbäumte. Als störend empfanden
sie den hohen Innengeräuschpegel. Kein Wunder, der Motor ist den Passagieren
sehr nah. Der Bimotore wude sogar zum Studienobjekt der Universität
"Politecnico di Genova", die den komplizierten Aufbau der Steuerung untersuchte.
Das Bild zeigt den Wainer Bimotore in Cortina D'Ampezzo wo er ein Rennen
eröffnete. Im Vergleich zu einem normalen Alfasud ti fallen auf den
ersten Blick kaum äußerliche Unterschied auf. Nur die zwei seitlichen,
schwarzen Lufteinlässe, die den Motor mit Kühlluft und Sauerstoff
versorgen sind zu erkennen. An der Sitzposition des Fahrers änderte sich nichts.
Zusätzliche Instrumente im Innenraum erlauben eine bessere
Kontrolle der Motorfunktionen. Sie sind natürlich alle doppelt vorhanden.
Zwischen den Vordersitzen befinden sich zwei Anlasserknöpfe, die es
erlaubten die beiden Motoren einzeln anzulassen.
Die Technik
Der Bimotore fährt mit zwei 1186 cm³ Boxer Motoren, die je
79 PS leisten. Der hintere Motor hat sein eigenes Vierganggetriebe und
seine eigene Kupplung. Geschaltet und gekuppelt werden beide Motoren parallel
mit einem Pedal und einem Schaltknüppel. Der hintere Motor wird durch
zwei Kühler mit elektrischen, thermostatisch geregelten Lüftern
über die nahen Lufteinlässe gekühlt. Wie schon erwähnt,
konnte man die beiden Motoren einzeln anlassen. Doch während der Fahrt mussten
bei laufen. 215 km/h Höchstgeschwindigkeit waren möglich.
Vielen Dank an Fabio Dodi.
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Letztes Update: 29. März 2003
Created: 21. März 2001
© Layout und Text by Tim Rauen. Die Fotos werden
mit der Erlaubnis von Gian Franco Mantavoni publiziert. |