Am dritten September-Wochenende hatte die Sektion Köln-Bonn-Aachen
des Alfaclub e.V. zum diesjährigen Boxertreffen nach Bereits am Freitag, dem 14.9. erschienen abends die ersten Teilnehmer.
Beim Sektions-Stammtisch in der Pizzeria Pinocchio in Zülpich hatten
die Teilnehmer dann die Gelegenheit sich näher kennen zu lernen. Kurz
nach 23:00 trafen auch die beiden einzigen englischen Teilnehmer mit ihrem
Alfasud ti 1.5 (Serie II) in Zülpich ein. Nach einer langen Fahrt
hatten auch sie es endlich mit ihrem erst am Dienstag vor dem Treffen fertig
gewordenen Alfasud für's erste geschafft. Wie üblich tagte man
noch bis nach Mitternacht bei Grappa und Bier. Am nächsten Morgen
versammelten sich dann auch die restlichen Teilnehmer des Treffens vor
der Bürgerhalle in Disternich. Nach der Anmeldung beim Veranstalter
und der Übergabe von Tourbook und dem Überraschungspräsent
- einem T-Shirt -
startete der Tross in Richtung Eifel. Bei dieser Orientierungsfahrt
galt es sich anhand von Chinesenzeichen durch die schöne aber leider
verregnete Eifel zu manövrieren. Natürlich wurde auch das Fachwissen
der Teams überprüft. So hatte Rose Knab das Tourbook mit einigen
Fragen zum Thema Alfa Romeo gespickt. Unter anderem musste man folgende
Frage beantworten: "Mercedes hat seinen Namen von
Weiter ging es Richtung Heimbach und dann in weit geschwungenen Kurven
bergan zum Kloster Mariawald (gegründet 1480), wo es wieder eine Frage
zu beantworten gab. Trotz des schlechten Wetters begann hier die "Freude
am Fahren", hatte man doch Gelegenheit das Fahrwerk seines Boxers auf den
kleinen Eifelstraßen herauszufordern. Nachdem das Tourbook im Kloster
um einen Eintrag reicher geworden war, fuhren tiefer in die Eifel, nach
Gemünd und Schleiden, vorbei an der höchstgelegenen Wasserburg
der Eifel. Die nächste Aufgabe wartete auf die Teilnehmer in Reifferscheid,
wo die Stufen des Bergfrieds
der Burg Reifferscheid gezählt werden sollten. Da es mal wieder regnete,
und der Turm leider (oder doch zum Glück?) geschlossen war, konnte
wir ohne längeren Aufenthalt weiter zur Wildenburg fahren, dessen
Hausnummer zu suchen war. Viele Teilnehmer nutzten die Restaurants um
Nachdem wir mehr oder weniger ausgiebig gespeist hatten, ging es weiter
über kleine, kurvige Sträßchen. Nun musste der Hof des
Klosters von Steinfeld nach einer bestimmten Tür abgesucht werden.
In abgelegener Einsamkeit zwischen 1069 und 1073 erbaut, ist das Kloster
ein wichtiger kultureller Mittelpunkt der Nordeifel. Man merkte es an der
für das schlechte Wetter großen Zahl von Besuchern. Jetzt ging es weiter in nord-östlicher Richtung nach Weyer und
zu den Kakushöhlen. Hier mussten wir die Lichteinfallslöcher
der Haupthöhle zählen - was zu doch sehr unterschiedlichen Ergebnissen
führte. Immerhin hatte Petrus die Himmelsschleusen endlich geschlossen.
Über Eisfrey fuhren wir dann nach Vussem, wo es die Bögen eines
römischen Aquäduktes zu zählen galt. Der nächste Anlaufpunkt
waren die Katzensteine in Katzvey, die den Steinzeitmenschen einmal als
Lager und Schutz dienten und von den Römern als Steinbruch genutzt
wurden. Diese Nutzung hatten die Teilnehmer in Erfahrung zu bringen.
Mittlerweile war der Nachmittag schon fortgeschritten und die Orientierungsfahrt neigte sich ihrem Ende zu. Nur eine kniffelige Frage galt es noch zu
lösen.
meistern. In 100m Entfernung vom Auto hatte der Beifahrer zwei Blumentöpfe
möglichst dicht nebeneinander zu stellen. Der Fahrer musste nun versuchen die vom Beifahrer abgeschätzte
Lücke zu durchfahren - allerdings ohne einen der Töpfe weg zuschieben.
Alles eine Sache der Übung. Um einige Kilometer reicher stellten wir
unsere Boxer nun erst einmal vor bzw. neben die Bürgerhalle und wärmten
uns mit Tee oder Kaffee, den die vielen Helfer aus der Sektion schon vorbereitet
hatten.
noch einmal und ließen das Treffen langsam ausklingen. Wenn man einmal auf die angereisten Alfasuds schaut, fällt auf, dass gleich drei silberne Alfasud 1.5 Ti QV da waren, aber zum Beispiel kein einziger Serie III Vier- oder Fünftürer im Serienzustand (Sorry, Bodo und Charly!). Auch den Arna suchte man vergebens. Neben vielen Nuova 33 - auch als Sportwagon - waren gerade zwei alte 33 da. Wie lange müssen wir wohl noch warten, bis der erste stolze Besitzer mit einem restaurierten Alfa 33 Baujahr 1983 oder eben einem Arna auf einem Treffen erscheint? Neben zwei Serie II tis fand sich noch Ines' Alfasud Super, der im harten Alltagseinsatz seine(n) Ko(ö)pfe hinhalten muss. Das war es schon in Sachen Serie II. Umso erfreulicher, dass so viele Serie I Berlinas und auch einige tis aus dieser Serie da waren. Schön, dass auch ein Alfasud Giardinetta am Treffen teilnahm. Ein zweiter, grauer hatte sich noch kurzfristig während der Orientierungsfahrt blicken lassen. Bei den Sprints konnte man sich wahrlich nicht über mangelnde Vielfalt beschweren. Vom perfekt restaurierten trofeo über einen ebenso guten wie originalen schwarzen Sprint 1.5 QV bis zu verschiedenen sportlichen Interpretationen war vieles zu sehen. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass aus dem Boxertreffen nebenbei auch noch ein F 12-Treffen wurde. Zwei dieser VW Bus-Konkurrenten von Alfa Romeo fanden sich am Samstag vor der Bürgerhalle ein. Zum Einen der Alfaclub-Shop, der bekanntlich in einem italienischen Ex-Krankenwagen untergebracht ist, und zum anderen ein blauer F 12 Kombi mit durchgehender Bestuhlung. Der Besitzer des blauen F12 wollte eigentlich mit seinem Alfasud anreisen. Doch ein unerwarteter Motorschaden zwang ihn auf den einzigen Fronttriebler mit Serie 750 / 105 Mechanik umzusteigen. Hier gibt es weitere 38 Fotos von den Fahrzeugen Letztes Update: 22. November 2004 Created: 30. September 2001 © Fotos, Layout und Text by Tim Rauen. |