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Boxertreffen
in Rosenthal 26. - 28.09.2003 |

Nach einjähriger Pause fand 2003 wieder ein vom deutschen
Alfaclub e.V. veranstaltetes Treffen für Alfa Romeos mit Boxermotor statt. Dieses
mal wurde es von der Sektion Ruhrgebiet Ost ausgerichtet. Sektionsleiter Bodo
Fast hatte die Teilnehmer aber nicht ins Ruhrgebiet sondern ins ländliche Hessen
nach Rosenthal (bei Gemünden) eingeladen. Mit dem Hofraithe Park (http://www.hofraithe.de) hatte er einen
idealen
Veranstaltungsort gefunden: mehrere historische Fachwerkgebäude mit
einem großen Innenhof waren für ein Autotreffen wie gemacht. Die schönsten Alfasuds,
Sprints und 33 konnten dort von den Teilnehmern und Gästen bewundert werden. Ein
zum Partyraum umfunktionierter Dachboden einer ehemaligen Scheune diente den
Teilnehmern als "Speisesaal" und Aufenthaltsraum. Boxertreffen sind die sicherlich
familien- und portemonnaiefreundlichsten Alfa-Treffen. Auch dieses mal traf dies
zu: Andreas und Anja aus Bodos Team nahmen die Verpflegung der
Gäste selber in die Hand. Es ist ihnen vortrefflich gelungen!
Freitag Nachmittag trafen die ersten Autos und Fahrer ein.
Bis zum Abend hatten sich Innenhof und Aufenthaltsraum gut gefüllt, es wurde bis spät
in die Nacht gefeiert. Alle Gäste, die bei Bodo auch Übernachtungen gebucht
hatten, wurden in den zum Hofraithe Park gehörenden historischen Fachwerkhäusern
untergebracht.
Am Samstag morgen trudelten die restlichen Teilnehmer ein.
Neben vielen Deutschen und Holländern waren auch Schweizer und ein Däne zum
Boxertreffen gekommen. Nach einem ausgiebigen Frühstück
wartete die lokale Presse auf uns. Für die Tageszeitung wurde ein Foto mit
allen Teilnehmern und den wichtigsten Boxer-Alfas geschossen.
Was wäre ein
Alfa-Treffen ohne Ausfahrt? Deswegen hatte sich auch Bodo eine Ausfahrt mit
Tourbuch und vielen Fragen zu Sehenswürdigkeiten der Umgebung vorbereitet. Doch
bevor man sich in seinen Alfa setzen konnte um die Umgebung unsicher zu machen,
schickte uns Bodo gegen halb elf erst einmal durch den historischen Ortskern
Rosenthals zu dem er einige
Fragen im Tourbuch gestellt hatte - per pedes. Mit kirchlichem Beistand durch den örtlichen
Pfarrer war dieser Spaziergang nach einer dreiviertel Stunde erledigt und die
ersten Teams starteten auf die etwa 100 km lange Ausfahrt. Zuerst ging es ins
nahe Frankenberg, dann nach Geismar und dann in Richtung Edersee. Durch den sehr
niederschlagsarmen Sommer war im Edersee nur sehr wenig und teils gar kein
Wasser. Der Edersee - ein Stausee - dient zur Regulierung der Schifffahrt auf
der Weser und diese benötigte im September jeden Tropfen Wasser. Wo sonst eine
kleine Personenfähre Touristen über den See übersetzt, konnte man im September
den See zu Fuß durchqueren. Nicht alle Bauwerke, die vor der Aufstauung des
Edertals schon standen wurden beim Dammbau abgerissen. So sieht man bei leerem
See in
der
Mitte des Sees eine alte (begehbare) Steinbrücke. An einer anderen Stelle des
Sees kann man einen alten Friedhof besichtigen. Damit die Gebeine der Toten
nicht wegschwimmen, wurden die Gräber mit Beton übergossen. Unterwegs wurden
alle Fahrzeuge mehrfach von Wim Timmer ins Visier genommen und für die Nachwelt
auf Fotos festgehalten.
Am Edersee angekommen
war es Zeit für eine Kaffeepause. Anschließend leitete uns das Tourbuch über die
Höhen des Edertals auf kleinen Sträßchen zurück nach Rosenthal. Leider schaffte
es einer der Teilnehmer nicht mehr auf eigener Achse nach Rosenthal: einem
Alfasud Ti 1.5 QV ging am Edersee bei voller Fahrt ein Vorderrad mitsamt
Radnarbe verloren. Der
Unfall verlief glimpflich, niemand wurde verletzt und der Sud kann sicherlich wieder aufgebaut werden.
Im Hofraithe Park wartete nun bereits der Alfaclub-Shop
und einige private Anbieter auf Modellauto- und Ersatzteilsammler. Außerdem hatte
Clemens aus der Nähe von Berlin keine Mühen gescheut und die beschwerliche Reise
mit zwei Autos (eins auf dem Anhänger) auf sich genommen: am Haken seines Sport
Wagon Q4 hatte er einen Formel Boxer Rennwagen mitgebracht. Anfang der 90er
Jahre gab es in Italien eine Rennserie für schnelle Nachwuchsfahrer, die sich
auf einem Monoposto mit 1.7 Liter Boxer 16V heiße Duelle lieferten.
Nachdem sich alle Teilnehmer wieder eingefunden und mit
Modellen, Blechteilen usw. eingedeckt hatten, war es langsam Zeit fürs
Abendessen und die anschließende Siegerehrung. Folgende Ergebnisse wurden
ermittelt:
Schönstes Auto: Reiner Frees Alfasud Sprint Veloce trofeo
mit 1.7 Liter Vergaser-Motor
Weiteste Anreise: Peter Dyrelund mit seinem Alfasud Ti 1.7 QV
Ausfahrt:
1. Platz: Peter Dyrelund, Tobias Kindtrup und Tim Rauen auf Sprint 1.5 QV
2. Platz: Oliver
Lachmuth und Michael Hofmann auf Alfasud
3. Platz: Reiner und Julian Frees auf Alfasud Sprint trofeo 1.7
Nach feuchtfröhlicher Nacht fand das Boxertreffen am
Sonntag morgen seinen Ausklang und die Teilnehmer machten sich bei strömenden
Regen auf den teils sehr weiten Heimweg.
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Letztes Update: 20. Januar 2004
Created: 20. Januar 2004
© Fotos, Layout und Text by Tim Rauen. |