Am Freitag, den 8. September war es mal wieder so weit, der Alfaclub
e.V. lud zum Internationalen Boxertreffen. Dieses mal hatte das Organisationsteam um den
Sektionsleiter Ruhrgebiet Ost, Bodo Fast, den
Mechelen, dass im leicht bergigen Limburg nahe der Stadt Gulpen gelegen ist, liegt etwa 15 km von der deutschen Grenze in der Nähe von Aachen entfernt. Während Freitag nachmittags die ersten Teilnehmer peu à peu eintrafen, war für die Organisatoren das schlimmste schon überstanden. Nach einem halben Jahr der Planung und der Gewissheit, eine Woche vor dem Treffen alles besorgt und erledigt zu haben, erreichte Bodo zwei Tage vor dem Treffen die Hiobsbotschaft, dass das im Ferienpark befindliche Restaurant, in dem man die gesamte Verpflegung für die Gäste des Boxertreffens gebucht hatte, am Montag zuvor insolvent geworden war. So musste sich Bodo in Windeseile um eine geeignete Örtlichkeit für die Bewirtung von fast 90 Gästen kümmern. Es gelang ihm mit Hilfe einer Kneipe und eines Restaurants im Ort Mechelen.
Der Samstag - wie immer der Haupttag des Treffens, stand ganz im Zeichen der Bildersuchfahrt
in der Umgebung von Mechelen, die die Teilnehmer zu einem großen Teil des 85 km
langen Weges auf der Mergelland Route durch das ländlich geprägte Limburg
führte. Selbst Petrus meinte es mit den Alfisti gut und spendierte für das
Wochenende nach einer langen Regenphase schönsten Sonnenschein. Natürlich gab es auch dieses mal einige Aufgaben zu bewältigen (z.B.
"Bringt eine Flasche "ALFA" Bier mit!") und einem anspruchsvollen, von Carsten
Heilig ausgearbeiteten Fragebogen rund um die Geschichte von Alfasud, Sprint, 33
und ARNA. So wollte Carsten zum Beispiel wissen, wie viele ARNAs in Pratola
Serra vom Band gelaufen sind oder wie genau das Verhältnis von Bohrung und Hub
bei den einzelnen Boxermotoren aussieht. Auf der Ausfahrt blieb den Teilnehmer
von 11 bis 17 Uhr reichlich Zeit alle Fragen zu beantworten und unterwegs die
holländische Küche kennen zu lernen. Nach einem 3-Gänge Menü im ortsansässigen
Restaurant "Bei die Tantes", was so viel wie "Bei den Tanten"
heißt, zogen die
Teilnehmer des Boxertreffens noch einmal in die Kneipe nebenan um, wo die Siegerehrung
durchgeführt wurde. Der Parkplatz
des Ferienparks war am frühen Abend des Samstag gut gefüllt mit fast allen
erdenklichen Modellen, die Alfa Romeo jemals mit einem Boxermotor verkauft hat.
Neben einigen Alfasud der Serie I, dem 378. je gebauten und restaurierten Alfasud
ti (Serie I) fand sich auch ein Alfasud ti der selten gewordenen Serie II ein.
Die Serie III war mit 1.3 4-porte, 1.5 QO, 1.5 Ti QV und einigen interessanten
Umbauten mit 1.7 16V
Insgesamt zählte das Organisations-Team 87 angemeldete Personen, die sich mit 45 Autos eingschrieben hatten. Samstag nachmittag waren, die Tagesgäste eingerechnet, etwa 70 Autos da. Ein Teilnehmer kam, wie schon erwähnt, den weiten Weg aus Schweden angefahren, zehn Dänen hatten sich mit insgesamt fünf Autos auf die fast genauso lange Reise gemacht. Aus Frankreich und Luxemburg war jeweils ein Alfa angereist, aus Belgien zwei und aus der Schweiz drei.
Sonntag morgens nach dem Frühstück klang das Treffen dann langsam aus. Während sich die meisten Teilnehmer wieder allmählich auf den Heimweg machten, fanden sich noch einige Tagesgäste aus den Niederlanden und Deutschland ein, die aber leider nicht mehr allzu viele Autos zu sehen bekamen. Für 2007 ist schon wieder ein neues Boxertreffen in Planung. Dieses mal werden sich die Boxer-Fans vom 31.8 bis zum 2.9. in Skälskör im Süden Dänemarks treffen.
Letztes Update: 30. September 2006 Created: 27. September 2006 © Layout, Fotos und Text by Tim Rauen. |