Im Jahr 2007 fand zum ersten Mal ein Boxertreffen in der Schweiz statt. Veranstaltungsort war Réclère im äußersten Zipfel des Jura gelegen - nur einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt.
Die Dreitagesprognose für das Wochenende des 14. – 16.
September verhieß das Allerbeste, so dass am Freitag Nachmittag fröhlich die
Alfa Fahnen gehisst wurden. Am späten Nachmittag trafen die ersten
Der Samstag Morgen zeigte sich vorerst verhangen. Vom nahe
gelegenen Doubs stieg über Nacht viel Feuchtigkeit auf, der dann als Nebel
liegen blieb. Aber die Sonne brannte die letzten Fetzen bald weg und wenig
später konnte man in der Ferne auch schon die ersten charakteristischen
Motorengeräusche vernehmen. Das Teilnehmerfeld des Treffens bot einen bunten
Querschnitt durch die Fahrzeugpalette: von den ersten Alfasud Limousinen bis zur
Krönung der 33er Baureihe, dem Permanent 4 war beinahe alles vertreten. Schlanke
Chromsprints und heisere 105er Ti waren ebenso zu bewundern wie späte
Plastik-Sprints mit zeittypischen 7x15 Ronal A1
An diesem Wochenende durfte der Arna sogar in die Pace-Car Rolle schlüpfen: Maurice hatte für uns eine wunderbare Ausfahrt organisiert. Über wundervolle Nebenstraßen führte er uns entlang von verträumten Flussläufen durch schmale Tobel und über entlegene Alpstrassen bis nach Muriaux. Dort erwartete uns ein feines Mittagessen und das kleine aber feine Automobilmuseum von Claude Frésard. Der Stolz des Museums ist ein Peugeot 601 Eclipse Cabriolet von 1935. Dieses Auto aus den dreißiger Jahren ist der Urahne aller Stahldach-Cabriolets, den so genannten Rétractables. Übrigens eine Erfindung eines Pariser Zahnarztes. Nach dem Museumsbesuch widmeten sich viele Teilnehmer dem Fragebogen den das Team um Gaudi und Felix am Morgen verteilt hatte. Es galt eine Menge kniffliger Fragen rund um die Alfa Boxer-Modelle zu lösen. Zudem durften der schönste, der schärfste und der traurigste Boxer gekürt werden. In Muriaux stieß auch noch ein weiterer Alfasud aus Frankreich zu uns. Das nächste Ziel der Ausfahrt war der Tour de Moron, ein Aussichtsturm der von Mario Botta entworfen und von über 700 Maurer- und Straßenbaulehrlingen in Fronarbeit erbaut wurde. Der Turm bot den Teilnehmern ein fantastisches 360° Panorama über den Jura. Im Lauf des Tages war die Veranstaltung deutlich hinter
den Zeitplan geraten. Viele Teilnehmer verzichteten deshalb auf die Rückkehr
nach Réclère und machten sich direkt auf den Heimweg.
Insgesamt können die Veranstalter mit dem Verlauf des ersten schweizer Boxertreffens sehr zufrieden sein. Die Teilnehmer hatten offensichtlich Freude, es wurde viel diskutiert, gelacht und neue Kontakte wurden geknüpft. Auch in Zukunft sollen in der Schweiz wieder Boxertreffen organisiert werden. Weitere Informationen zu der IG Alfa Romeo Boxerfreunde Schweiz finden Sie auf der Website www.boxerfreunde.ch.
Letztes Update: 9. Dezember 2007 Created: 9. Dezember 2007 © Text by Felix Kuhn und Gaudenz Fischer, bearbeitet von Tim Rauen. Fotos by Felix Kuhn und Gaudenz Fischer. Layout Tim Rauen. |